Leserbrief der Neuen Braunschweiger Zeitung vom 28.11.2007

Wir sind ein Eintracht-Fanclub von fast 20 zumeist „Exil-Braunschweigern“ in Hamburg. Einige von uns sind seit über 40 Jahren treue Fans, einige sind auch Vereinsmitglied, viele besuchen trotz der räumlichen Distanz regelmäßig Spiele der Eintracht.

Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass die jetzige Vereinsführung als Ganzes in der Verantwortung steht. Sie konnte die sportliche Misere nicht abwenden, sondern hat diese durch ihre Entscheidungen sogar befördert. Selbst wenn man davon ausgeht, dass vieles dem Aktionismus des blaugelben Herzens geschuldet war, war selten zu erkennen, dass Handlungen mit klarem Kopf und Sachverstand geplant und umgesetzt wurden. Den handelnden Personen fehlte ein klares Konzept und sie ziehen offenbar auch nicht an einem Strang. Gegenseitige Unterstellungen sind an der Tagesordnung, sogar der Vorwurf, einzelne Personen hätten von dem blaugelben Niedergang profitiert, wird laut; der Dialog mit den Fans wird teilweise ausgesetzt, zu guter Letzt werden auch noch Formfehler gemacht. Fazit: Es ist eine tiefe Vertrauenskrise entstanden, die durch die Ankündigung von Gerhard Glogowski, nicht zur Wiederwahl anzutreten, nicht beendet ist.

Aus unserer Sicht kann die komplette Vereinsführung auf der kommenden Mitgliederversammlung nicht entlastet werden, solange sie nicht insgesamt die Verantwortung für die entstandene Situation übernimmt. Der Eintracht-Profifußball braucht neue Konzepte und vor allen Dingen neue Gesichter. Die jetzt handelnden Personen dürfen nicht in neue Ämter gewählt werden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass eine neue Vereinsführung der Eintracht wieder die Geltung verschaffen kann, die ihr zusteht. Im Interesse des Vereins und der großen Fangemeinde – auch außerhalb der Stadt.

Die BTSV-Fans Hamburg